Ostertaler-Tagebuch

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Der Trend..



..geht, nein nicht zum Zweitbuch, sondern zum Zweitbaum. Wie ich den SWR2-Nachrichten vorgestern entnehmen durfte, rechnen die deutschen Weihnachtsbaumschüler damit, in diesem Advent 28.000.000 (in Worten achtundzwanzigmillionen) Blaufichten, Nordmanntannen und dergleichen mehr verticken zu können, soviele wie nie zuvor.

Grund dafür ist natürlich derselbe, welcher der Binnennachfrage auf dem deutschen Automobilmarkt zugrundeliegt: Angeberei. Echt jetzt. Die Leute kaufen sich einen zweiten Tannenbaum, um den auf den Balkon zu stellen, damit sie noch mehr Lichterketten, kletternde Weihnachtsmänner, Blinksterne und ähnliche ästhetische (von Ökologie will ich gar nicht erst anfangen) Grausamkeiten an die Öffentlichkeit bringen können, um der eingeschüchterten Nachbarschaft endlich mal zu zeigen, wo der Bartl das Lametta holt. Oder so.

Wo wachsen eigentlich all die Bäume? Billigt man jedem Baum nur drei Quadratmeter Wuchsfläche zu, so sind das immerhin 84 Mio. Quadratmeter, oder, anders ausgedrückt, 84 Quadratkilometer, also etwas weniger, als Mainz, das Drecksloch, mitsamt Stadtteilen und den Äckern dazwischen bedeckt.

Krass, da wird also ein Wald von der Fläche einer mittleren Großstadt abgeholzt, damit die Kinners "O Tannenbaum" auch tatsächlich unter einem solchen singen können und Nachbar Kurth sich über den Zweitbaum auf dem Balkon grün und blau ärgert, weil er natürlich keinen hat. Aber nächstes Jahr! Da wird dann ein noch größerer Wald umgemäht!
13.12.06 17:11
 


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