Ostertaler-Tagebuch

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Heim ins Reich



Mancheiner hat's schon mitbekommen, viele wohl auch nicht: jedenfalls habenn die beste Sarah von allen und meine Wenigkeit die letzte Woche in der Stadt mit der ersten Universität auf (damals) deutschem Boden1 verbracht. Ja richtig, die Rede ist von Prag.

Zunächst in prosaischer Form ein paar Eindrücke:

  • In Prag gibt es kaum Radfahrer, was auch nicht verwundert, gibt es doch auch fast keine Radwege. Der einzige Radweg, den ich gesehen habe, führte vor unserm Hotel an der Moldau entlang. Und von den wenigen Radfahrern, die man zu Gesicht bekam, waren die meisten Kurierfahrer.

  • Die tschechische Landeshauptstadt verfügt über zwei Grundtypen von Pozilisten: zunächst die mit den schicken Mützchen und den blauen Jacken, die wohl eher für die Freund-und-Helfer-Nummer zuständig sind, und dann gibt's da noch die andern, bei denen nur die Sturmmaske fehlt, damit man sie mit GSG9-Angehörigen verwechseln könnte. Na gut, ein Sturmgewehr tragen sie auch nicht bei sich, jedenfalls nicht sichtbar, aber ansonsten ist alles da: dunkelblauer Kampfanzug, Schlagstock, Splitterschutzweste, Knarre, mannigfaltige Taschen an der Weste mit bestimmt auch ganz fiesem Krimskrams.

  • In der ganzen Innenstadt gibt es zwei rollstuhlgerechte Metrostationen, in der ganzen Woche habe ich eine Straßenbahn mit Niederflureinstieg gesehen und auch sonst gibt's überall Treppen und Treppchen, aber keine Rampen. Zum Glück hat man noch zwei mehr oder weniger gesunde Beine.

  • Der Mensch sei verflucht, aus dessen Hirn so unnötiger Schnickschnack wie ein Kneif-die-Augen-zusammen-damit-sie-beim-Hauptblitz-nicht-so-rotwerden-Vorblitz direkt auf eine entsprechende Patentvorlage geronnen ist. Da steht man auf der Karlsbrücke, will einen Aufhellblitz benutzen und wundert sich, warum die scheiß Kamera nicht dann auslöst, wenn ich das will, sondern erst mit ca. einer halben Sekunde Verzögerung. Ich dachte schon, ich wäre bekloppt und hätte vergessen, die Spiegelvorauslösung auszuschalten oder so...

  • Fahrer der Prager Seilbahn sein ist sehr anstrengend - man muß ständig aufpassen, daß man nicht einschläft. Und Seilbahnfahren ist gar nicht so schlimm, wie die Sarah dachte.

  • Böhmisches Bier und Essen schmecken immer noch sehr gut, sind aber vielerorts teurer geworden gegenüber 2004, sucht man ein wenig, findet man aber immer noch genügend sehr günstige Kneipen.



Wo die Bilder herkommen, gibt's auch noch mehr. Auch in der Musiksektion gibt's Nachschub (teils auch aus Prag).


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1 Diese Frage kam früher in jedem Geschichtstest...
21.11.06 10:20
 


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